Oberbank AG: Junge Aktien werden zu 47,43 € emittiert

Die Oberbank AG ist für Privatkunden, aber auch für Firmenkunden tätig. Als Universalbank stellt sie Kunden eine vollständige Palette aller Finanzdienstleistungen zur Verfügung, zu denen neben Beteiligungen und Kooperationen auch weitere Leistungen, wie Bausparen, e Banking, Versicherungsangebote und Leasing, gehören.

Die Oberbank AG arbeitet in der sogenannten Dreibankengruppe mit der Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) und der Bank für Kärnten und Steiermark AG (BKS) zusammen. Eine Kooperation besteht mit der Wüstenrot Bausparkasse, wodurch Privatkunden das ganze Spektrum an Finanzangeboten angeboten werden kann.

Bilanz und Aktionärsstruktur der Oberbank AG

2014 hatte die Bank 2.014 Beschäftigte und eine Bilanzsumme von 17,77 Milliarden Euro. Dabei verzeichnete sie mit einem Zuwachs von 1,4 Prozent eine elfprozentige Gewinnsteigerung. Das Betriebsergebnis lag 2014 bei 235,6 Millionen Euro und das Nettoergebnis betrug 136,5 Millionen Euro. Die Dividende je Aktie wurde um 10 Prozent auf 55 Cent erhöht.

Hauptaktionäre der Oberbank sind die UniCredit SpA mit 32,54 Prozent, die BKS Bank AG mit 18,51 Prozent, die Bank für Tirol und Vorarlberg AG mit ebenfalls 18,51 Prozent und die Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. GmbH mit 5,13 Prozent des Aktienbesitzes.

Kapitalerhöhung ohne Bank Austria

Wie der Oberbank-Chef, Franz Gasselberger, bekannt gab, werde die Bank ab dem 9. April frisches Kapital einsammeln. Zuvor beschloss der Vorstand die Erhöhung des Grundkapitals von 86,3 Millionen auf bis zu 92,1 Millionen Euro. Eine Kapitalerhöhung soll durch die Ausgabe „Junger Aktien“ bei einer Bezugs- und Angebotspreisspanne von 45 bis 55 Euro je Aktie einen Erlös zwischen 86 und 105 Millionen Euro einbringen.

Möglicher Totalverlust für Anleger

Möglicher Totalverlust für Anleger

Wie Gassselberger mitteilte, werden die Schwesterbanken, die Bank für Tirol und Vorarlberg und die Bank für Kärnten und Steiermark bei der Kapitalerhöhung mitziehen.

Indes geht Gasselberger davon aus, dass die Bank Austria sich an der Kapitalerhöhung nicht beteiligen wird. Die Kapitalerhöhung soll lt. Angaben der Bank der nachhaltigen Stärkung des Kernkapitals und der weiteren Wachstumsfinanzierung der Oberbank dienen.

Oberbank Aktie – Bezugspreis und Bezugsverhältnis

Am 07.04.2015 gab die Oberbank den Bezugs- und Angebotspreis für die „Jungen Aktien“ und das Bezugsverhältnis für die Kapitalerhöhung bekannt. Der Vorstand hat dabei mit Genehmigung des Aufsichtsrates den Bezugs- und Angebotspreis der neuen, auf Inhaber lautenden Stamm-Stückaktien („Junge Aktien“) auf 47,43 Euro bestimmt.

Dabei liegt der Ausgabepreis am unteren Ende der zuvor genannten Bandbreite von 45 bis 55 Euro. Das Bezugsverhältnis wurde auf 15 : 1 festgelegt, was bedeutet, dass der Besitz von 15 Stamm-Stückaktien oder Vorzugs-Stückaktien den Inhaber zum Bezug von jeweils einer neuen „Jungen Aktie“ berechtigt.

Vorgesehen ist, bis zu 1.918.875 „Junge Aktien“ auszugeben. Die Ausgabe zu dem genannten Ausgabekurs wird der Oberbank einen Emissionserlös von circa 91 Millionen Euro einbringen, was im Rahmen der erwarteten Summe liegt.

Die Angebots- und Bezugsfrist begann am 9. April und die Zeichnungsfrist soll am 27. April enden. Nicht über Bezugsrechte erworbene Aktien sollen privaten und institutionellen Anlegern aus Österreich und Deutschland angeboten werden. Ebenso sollen die neu emittierten „Jungen Aktien“ bereits für das Geschäftsjahr 2015 voll dividendenberechtigt sein.

Geplant ist, dass der reguläre Handel mit den „Jungen Aktien“ aus der Kapitalerhöhung im amtlichen Handel der Wiener Börse voraussichtlich am oder um den 8. Mai 2015 startet.

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