Versicherungen: Hannover Rück mit Rekordgewinn und höherer Dividende

Der im MDax notierte Versicherer Hannover Rück hebt auch für das Geschäftsjahr 2016 die Dividende an. Wie das Unternehmen auf der Bilanz-Pressekonferenz am Donnerstag in Hannover bekanntgab, erhöht sich die Basisdividende um 0,25€ auf 3,5€.

Hinzu kommt eine unverändert gebliebene Sonderdividende von 1,5€, so dass die Gesamtdividende nun bei 5€ liegt. Gemessen am Schlusskurs vom 10.3. bei 106,1€, ergibt sich für die Aktie der Hannover Rück eine Dividendenrendite von rund 4,7%. Das Ergebis je Aktie konnte von 9,54€ auf 9,71€ gesteigert werden.

Wie die Hannover Rück weiterhin erläuterte, soll die Strategie beibehalten werden, wonach der Gewinnentwicklung Vorrang vor dem Prämienwachstum eingeräumt wird. Demzufolge sank das Bruttoprämienvolumen auch um 4,2% auf 16,4Mrd€. Das operative EBIT verringerte sich ebenfalls. Es sank um 3,7% auf knapp 1,69Mrd€. Leicht gesteigert werden konnte das Nettoergebnis um 1,8% auf 1,17Mrd€.

Segmente mit solidem Geschäft

Tipp: Aktuelle Entwicklungen beim Investment beachten

Tipp: Aktuelle Entwicklungen beim Investment beachten

Das größere der beiden operativen Segmente, die Schadens-Rückversicherung, wies dabei den stabileren Geschäftsverlauf auf. Das Bruttoprämienvolumen sank hier um 1,4% auf 9,2Mrd€. Das operative Ergebnis (EBIT) sank nur minimal auf 1,34Mrd€.

Allerdings konnte das Konzernergebnis, dank des versicherungstechnischen Ergebnisses, um 3,8% auf knapp 950Mio€ zulegen. Für das Ergebnis je Aktie ergibt dies einen Beitrag von 7,88€ nach 7,58€ im Vorjahr.

Wesentlich zurückhaltender stellt sich das Geschäft in der Personen-Rückversicherung dar.

Hier sank das Brutto-Prämienvolumen um ca 8% auf 7,1Mrd€. Dies hatte auch Auswirkungen auf das Konzernergebnis, es sank um 12,8% auf knapp 253Mio€. Der Beitrag zum Ergebnis je Aktie sank von 2,4€ auf 2,1€.

Sehr zufrieden zeigte man sich bei der Hannover Rück mit dem Kapitalanlageergebnis. Der Bestand der selbstverwalteten Kapitalanlagen erhöhte sich um 2,5Mrd€ auf nun 41,8Mrd€. Aufgrund des niedrigen Zinsumfelds, Abschreibungen im Zuge des Brexits und dem Wegfall eines Sondereffekts aus dem Vorjahr, nahm das Ergebnis hier um 6,3% auf 1,66Mrd€ ab.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Kapitalanlageendite mit 3% über dem Zielwert des Unternehmens von 2,9%. Für 2017 wird allerdings mit einer Unterscheitung dieser Zielmarke gerechnet.

Das die Hannover Rück, trotz der durchwachsenen Ergebnisentwicklung in den Segmenten und der Kapitalanlage ein positives Nettoergebnis vorweisen konnte ist letztlich dem gesunkenen Steueraufwand zu verdanken, der um 65Mio€ auf 391Mio€ sank. Wäre der Steueraufwand gleich geblieben, hätte dies im Nettoergebnis zu einem Rückgang von knapp 4% geführt.

Hannover Rück: Ausblick 2017 vorsichtig optimistisch

Für 2017 ist man bei der Hannover Rück vorsichtig optimistisch. So sollen die Bruttoprämieneinnahmen erhöht werden. Das Nettoergebnis soll die Marke von einer Milliarde Euro wieder überschreiten, sofern die Großschadenbelastung nicht wesentlich über 825Mio€ liegt. Die Dividende sieht man vorsichtig bei 35% bis 40% des IFRS Konzernergebnisses liegen.

Speak Your Mind

*