Unterschiedliche Tendenzen an den (europäischen) Börsen

Die Börsenmärkte in Europa sind untereinander mehr oder minder großen Schwankungen ausgesetzt. An der Londoner Börse legen Rohstoffwerte zu (zwischen 2 und 7 Prozent), in Zürich und Amsterdam können vereinzelte Titel ebenfalls Gewinne verlautbaren. Gemeinsam ist den Börsen jedoch das Warten auf die Zinsentscheidung der EZB.

Nach anfänglich guter Entwicklung hat auch der DAX wieder verloren. Der dezente Anstieg von 0,5 Prozent war also nicht von langer Dauer und wandelte sich in ein Minus von 1,2 Prozent auf 4369 Punkte.

In Asien fürchten die Börsen eine erneute Verschärfung der Wirtschaftskrise, was für erhebliche Einbrüche gesorgt hat. Der Nikkei (Leitindex der Börse in Tokio) hat das größte Minus seit einem Monat verbucht. Zudem steht auch der drittgrößte Autohersteller Japans, Nissan, vor einem Jahresverlust. Neben den Börsenmärkten Japans haben jene in Shanghai, Südkorea, Taiwan und Singapur ebenfalls mit Rückgängen zu kämpfen.

Ein Grund für die negativen Entwicklungen ist natürlich die geringe Motivation zu kaufen. Allen voran Maschinenhersteller bekommen dies besonders heftig zu spüren, denke man nur an die bereits seit längerem stark geschwächte Autoindustrie. Zulieferer für diese Konzerne leiden freilich unter starken Auftragseinbrüchen.

Die Einbruchsserie des Dow Jones setzt sich fort – der Index verliert weiter um 2,9 Prozent. Dementsprechend fokussiert man sich im asiatischen Raum nun verstärkt auf Europa. Dort hat der Euro dem Dollar sowie dem Yen gegenüber leicht verloren (1,3176 Dollar und 117,25 Yen).

Der ATX liegt im Moment bei einem Plus von 1,12 Prozent. Zu seinen gegenwärtig besser gestellten Titeln zählen die Telekom Austria, Voest Alpine oder Andritz AG.

Quellen bzw. weiterführende Links:

Börsen in Europa: Uneinheitlich, EZB-Zinsentscheid im Blick

Informationen zur Schweizer Börse: Schweizer Börse dürfte etwas tiefer einsetzen-Warten auf EZB

Moskauer Börse: Börse Moskau schließt deutlich im Minus



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